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  • image3 One cannot look into the future but one can do something now so the future is worth living.

Kevin - Schulausflug mit Kindern der Tchey Schule

"Mit ordentlich gekämmten Haaren, frisch gewaschenen Schuluniformen und leuchtenden Augen warteten gut zwanzig Kinder der Tchey Schule auf unseren Bus. Heute ist ein grosser Tag, Schulausflüge werden überall gerne gemacht. Bereits die kurze Busfahrt war ein Erlebnis, es wurde alles ausprobiert und einige wurden ganz still. Man merkte sofort, Busfahren sind sich diese Kinder nicht gewöhnt. Mit dabei war ein lokaler Guide, der auf eine unterhaltsame Art und Weise den Kindern die Haupttempel von Angkor Wat zeigte. Millionen von Touristen gehen hier ein und aus, doch nur wenige lokale Kinder können einmal ihr eigenes Erbe bestaunen. Die einzigen einheimischen Kinder, die man hier normalerweise sieht, arbeiten an den Souvenirständen und in den kleinen Restaurants vor Ort. Es war beeindruckend, wie die Schülerinnen und Schüler trotz dem lauten Fremdsprachengebrabbel rundherum gebannt an den Lippen des Guides hingen, wenn er über längst vergangene Zeiten spricht und die Geschichten von den eingemeisselten Wandfiguren wieder auf erleben lässt. Natürlich wurde eine ganz spezielle Kammer im Tempel ausgiebig getestet: Hier klopften sich schon die Mönche auf die Brust, hörten dem langen Echo zu, das durch die Steinmauern weitergetragen wird und kehrten in sich, meditierten. Voller Ehrfurcht verschlossen auch die Kinder die Augen, klopften sich auf die Brust und verharrten einen Moment ganz gebannt und lauschten dem Echo. Ein breites Grinsen befreite sie aus ihrer Starre.

Doch zu einem richtigen Schulausflug gehören mehr als ein paar Tempel. Nach Angkor Wat ging es deshalb ab ins Zentrum von Siem Reap, um gemeinsam zu Mittag zu essen. Im Bus wurde gelacht und gesungen, im Chor wie auch als Soloauftritte. Im Restaurant betrachteten die Kinder erstaunt vorgekühlte Gläser und ihre Gabeln, so etwas brauchen sie zu Hause nicht. Es wird mit dem Löffel gegessen. Mit grossem Appetit wurde die Mahlzeit verspeist, bis alle genug hatten und sich in den Stuhl zurücklehnten. Ein weiteres Highlight folgte bald: gleich um die Ecke befindet sich die Lucky Mall, ein Shoppingzentrum, das wohl schon viele Kinder glücklich gemacht hat. Hier befand sich aber auch die grösste Hürde des Tages: Die Rolltreppe. Von den Kindern hatte keines jemals zuvor eine fahrende Treppe gebraucht. Einige Wagemutige trauten sich alleine auf das metallene Monstrum, andere benötigten eine helfende Hand oder gar einen gezielten Schubser, damit die Angst überwunden wurde. Es lohnte sich, denn im zweiten Stock befindet sich eine Buchhandlung. Jedes Kind durfte sich hier ein kleines Buch aussuchen. Da hatten sie die Qual der Wahl!

Zum krönenden Abschluss zielten wir in die Richtung des Galcestandes. Sofort reihten sich sämtliche Nasen nebeneinander an die Scheibe und wurden flachgedrückt. Mit höchstem Genuss wurden die Kugeln bis auf den letzten Rest verspeist. Die in der Schule gelebten Regeln wurden auch hier automatisch umgesetzt: Jedes Kind brachte seinen Eisbecher selbst zum Abfall, nichts wurde liegen gelassen, trotz des von Touristen vermittelten schlechten Vorbildes. Das zeigt, wie erfolgreich die Programme von Eyes Open sind!

Zurück im Bus auf dem Nachhauseweg ging es dieses Mal etwas leiser zu und her. Entweder wurden eifrig die Büchlein gelesen oder man erlag zufrieden dem Kampf der schweren Augenlieder. Einfach unbeschwert Kind sein, das durften sie heute."

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