7. April 2022 - Kiwanis Club Fryburg-Sense-See

Der Kiwanis Club Fryburg-Sense-See lud Claudia ein, um unsere Arbeit in Kambodscha vorzustellen. Die Überraschung war gross, als gleich im Anschluss ein grosszügiger Scheck im Wert von CHF 3'000 überreicht wurde!

Wir danken ganz herzlich für diese tolle Unterstützung und für das uns entgegengebrachte Vertrauen.

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30. März 2022 - Gute Nachrichten / Jetzt zur Jubiläumsfeier anmelden

Wir freuen uns sehr, Bilder und Videos der wiedergewonnenen Normalität in Kambodscha mit Dir zu teilen. Mit den Schulwiedereröffnungen Mitte Januar kehren wir zurück zu unserer ganzheitlichen Unterstützung:

  • Tägliche Mahlzeiten in der Schule geben Energie zum Lernen
  • Medizinische Versorgung sorgt für gesunde Kinder, die sich auf ihre Schulbildung konzentrieren können
  • Ergänzender Unterricht zum kambodschanischen Lehrplan hilft, die Lücken der schulfreien 19 Monate zu schliessen
  • Mit Fahrrädern lässt sich der weite Schulweg meistern
  • Dank den Universitätsstipendien können die Jugendlichen nach Abschluss selber für sich und ihre Familien sorgen

Diese Erfolge feiern wir mit Dir anlässlich unseres 10-jährigen Jubiläums am 28. Mai 2022 auf dem wunderbaren Ischhof in Aetikofen. In der Einladung findest Du alle Informationen und wir freuen uns sehr auf Deine Anmeldung.

 

Unsere Partnerorganisation Ponheary Ly Foundation hat die ereignisreichen und freudigen Tage der Schuleröffnungen im Januar in Bildern festgehalten.

Impressionen aus dem Schulalltag

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Da die Qualität der Gymnasien auf dem Land nicht ausreicht, um die Schülerinnen und Schüler auf die Universität vorzubereiten, ziehen die von uns unterstützten Jugendlichen für die letzten Schuljahre nach Siem Reap. Dies ist für die jungen Kambodschanerinnen und Kambodschaner ein grosser Schritt. All diese Jugendlichen sind jeweils das erste Familienmitglied, das eine weiterführende Schule besuchen kann.

26. Januar 2022 - Schulbeginn! / 100 Velos für die Community / Einladung 10 Jahre Eyes Open

In den letzten Tagen startete das neue Schuljahr in Kambodscha. 287 Schülerinnen und Schüler erhielten ein Fahrrad, um in die 7. Klasse zu radeln. Der weite Schulweg von ca. 10 Kilometern lässt sich zu Fuss nicht meistern. Diese Velos ermöglichen den weiteren Schulbesuch! Alle Jugendlichen haben ebenfalls ihr Schulmaterial für das ganze Schuljahr erhalten. Gerne teilen wir mit Dir Impressionen von diesen ganz besonderen Momenten.

Wie im letzten Jahr, möchten wir die in die Jahre gekommenen Velos der älteren Jugendlichen ersetzen. Die alten, reparaturbedürftigen Velos werden wir wieder der Organisation REACH in Siem Reap spenden. Diese nutzen deren Ersatzteile, bereiten alte Fahrräder auf und verteilen diese an bedürftige Familien. Eine win-win Situation! 

Bist Du dabei und hilfst mit, die benötigten 100 Fahrräder zu finanzieren? Ein Velo kostet CHF 45 und wird für Jahre für die Mobilität ganzer Familien sorgen. Ganz herzlichen Dank für Deine sehr geschätzte Unterstützung!

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Einladung «Wir feiern 10 Jahre Eyes Open!» 
Am 28. Mai 2012 unterzeichneten wir die Gründungsunterlagen von Eyes Open. Auf den Tag genau 10 Jahre später feiern wir gemeinsam mit unseren treuen Spenderinnen und Spendern dieses besondere Ereignis!

Jubiläumsfeier am Samstag, 28. Mai 2022, 16 Uhr bis 23 Uhr
(Eintreffen zwischen 15.30 und 16 Uhr)

Regionale Köstlichkeiten, zubereitet mit viel Herzblut durch die Familie Isch: Apéro, gefolgt von Salat- und Grillbuffet (inkl. vegetarischer Varianten), mit einem leckeren Dessertbuffet als krönenden Abschluss.

Lokalität: Ischhof, Britternstrasse 4, 4583 Aetikofen
Kosten: CHF 100 pro Person (Getränke inklusive) / Kinder bis 6 Jahre gratis / Kinder 7 bis 14 Jahre CHF 50. Barzahlung vor Ort. Diese Kosten decken die Aufwendungen der Familie Isch, die uns mit ihren Leckereien verwöhnt.

Alle Informationen findest Du in der Einladung. Melde Dich gleich an, wir freuen uns auf Dich!

Erinnerungen an unser 7 Jahresjubiläum auf dem Ischhof in Aetikofen

8. Dezember 2021 - Herzlichen Dank!

Wir sagen DANKE.
Dank Deiner Unterstützung konnten wir auch in diesem sehr herausfordernden Jahr den Menschen in Kambodscha eine Perspektive aufzeigen.

Rund 800 Familien haben wir mit dringend benötigten Lebensmitteln versorgt und dabei u.a. rund 14 Tonnen Reis, 90'000 Eier, 60'000 Nudelpakete und 10'000 Seifenstücke verteilt. 

Während den Schulschliessungen wurden unsere Bibliotheken umso wichtiger. Die Kinder haben sich fleissig mit Lesestoff versorgt und in diesem Jahr wurden durchschnittlich 18 Bücher pro Kind ausgeliehen!

All diese Nothilfe war essenziell und wir sind sehr dankbar, dass Du mit uns an Bord geblieben bist und das Unmögliche möglich gemacht hast. Dein Vertrauen in unsere Arbeit motiviert uns jeden Tag, uns für die Menschen in Kambodscha einzusetzen. Unsere administrativen Kosten bleiben tief und liegen seit unserer Gründung unter 2%. So kommt Deine Spende fast vollständig direkt den Kindern in Kambodscha zu Gute.

Wir wünschen Dir und Deinen Lieben besinnliche Adventstage, gute Gesundheit und vor allem Verbundenheit. Was da auch kommen mag, gemeinsam werden wir es meistern.

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Narong steht wieder mitten im Leben
Wir freuen uns sehr, dass es Narong nach seinem schweren Unfall wieder besser geht. Er kann wieder gehen und sprechen und sogar an einige englische Wörter kann er sich erinnern. Narong ist ein Kämpfer und wir sind dankbar, dass wir im August die lebenswichtige Operation finanzieren konnten und Narong nun wieder mitten im Leben steht. Dank Dir.

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Berührende Geschichte aus der Schweiz

Bestimmt wissen viele, wie sich ein eiskaltes Stethoskop auf der Haut anfühlt. Gerade Kinder finden diese Situation in der Arztpraxis nicht sehr entspannend. «Wieso werden Stethoskope eigentlich nicht beheizt oder direkt in die Finger von Ärztinnen und Ärzten integriert?», war die Frage vom 7-jährigen Mattia. 

Zusammen mit seinem Vater ist er diesem Gedanken nachgegangen und hat im Rahmen eines Wettbewerbs ein Kunstwerk geschaffen. Dieses will er nun zu Gunsten von Eyes Open versteigern, da er «die Kinder, die so glücklich ihre Nudeln essen», so lustig fand.
Die Auktion läuft noch bis am 14. Dezember 2021 und wer mitbieten möchte, wird hier fündig.

24. November 2021 - Wiedereröffnung Schulen / Lebensmittelnothilfe erweitert

Endlich ist es soweit: Die Schulen öffnen in Kambodscha nach und nach wieder. Die Freude der Kinder ist gross, wieder zurückkehren zu dürfen.

Bis Ende Jahr wird nun überprüft, wie viel Schulstoff die Schülerinnen und Schüler in den letzten 19 (!) Monaten verpasst bzw. wie viel sie dank Online-Klassen oder Hausaufgaben gelernt haben. 

Das neue Schuljahr beginnt im Januar 2022. Es beunruhigt uns, dass der Staat entschieden hat, dass grundsätzlich alle Kinder automatisch in der nächsthöheren Klasse starten werden, ohne Rücksicht auf vorhandene Lücken. Gerade in der ländlichen Gegend fördert dies eine massive Zunahme von frühzeitigen Schulabbrüchen, weil die Kinder dem neuen Schulstoff nicht mehr folgen können.

Wir wirken dem entgegen, indem wir mit unserem ergänzenden Unterricht die vorhandenen Lernlücken schliessen und so gut wie möglich mit den Kindern versuchen aufzuholen.

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Lebensmittelnothilfe für weitere 81 Familien
In unserer fast 10jährigen Arbeit in Kambodscha war das Mahlzeiten Programm immer ein wichtiges Puzzleteil. Die regelmässigen Schulmahlzeiten ermöglichten auch denjenigen Kindern die Schule zu besuchen, die zu Hause zu wenig zu essen hatten.

Covid hat dieses Problem massiv verschärft, da durch das Ausbleiben von Einkommensmöglichkeiten seit 19 Monaten unzählige Kambodschanerinnen und Kambodschaner von Hunger betroffen sind. Aus diesem Grund haben wir gemeinsam mit unserer Partnerorganisation Ponheary Ly Foundation entschieden, unser aktuelles Lebensmittelnothilfe Programm zu erweitern und haben weitere 81 Familien aufgenommen.

Diese Familien leben am Tonle Sap See. Die drastisch zurückgegangenen Fischbestände reichten schon vor der Pandemie kaum mehr aus, um die Familien zu ernähren. Aus diesem Grund begannen die Dorfbewohner, Touristen auf ihren Booten mitzunehmen und ihnen die eindrückliche Landschaft zu zeigen. Aufgrund der seit März 2020 geschlossenen Landesgrenzen haben sie kein Einkommen mehr.

In Zusammenarbeit mit unserer Partnerorganisation und dem Treeline Urban Resort, ein sozial verantwortliches und gemeinschaftsorientiertes Hotel in Siem Reap, haben wir mit den Lebensmittelabgaben begonnen. Das Treeline Urban Resort hat die entsprechenden Familien ausfindig gemacht und in den vergangenen Monaten mit Lebensmittelabgaben unterstützt. Aufgrund der anhaltenden Schliessungen und dadurch ausbleibenden Einkommensmöglichkeiten waren ihre Mittel jedoch erschöpft.

Wir sind sehr zuversichtlich, dass diese Familien nach Rückkehr des Tourismus wieder auf eigenen Beinen stehen können und wir hier eine temporäre, aber sehr essenzielle Unterstützung leisten.

Wir danken herzlich all unseren Spenderinnen und Spendern, die diese so dringend benötigte Hilfe ermöglichen.

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27. Oktober 2021 - Gemeinsam durch die Pandemie: Heute stehen unsere Freunde vom «HAVEN» im Fokus

Das ist unser 100. Newsletter! Seit unserer allerersten Nachricht vom 1. September 2012 haben wir viel erreicht. Wir hätten nicht zu träumen gewagt, dass wir wenige Jahre später die fehlenden Puzzleteile für die Schulbildung von der 1. Klasse bis zur abgeschlossenen Ausbildung für über 1'000 Kinder und Jugendliche finanzieren werden. Wir danken ganz herzlich allen Spenderinnen und Spendern, die diesen Erfolg ermöglicht haben.

Unsere Erfolge sind jedoch nur so stark wie unsere Partner. Und deshalb widmen wir unseren heutigen, ganz besonderen Newsletter, unseren langjährigen Schweizer Freunden Sara und Paul vom Restaurant HAVEN in Siem Reap. Im September haben wir darüber berichtet, dass vier Lernende aus unserem Programm im HAVEN ihre Ausbildung starten konnten, trotz der Pandemie!

Claudia kennt Sara und Paul seit 9 Jahren und ist in Kambodscha regelmässiger Gast im HAVEN. Hervorragendes Essen, herausragender Service und eine erstklassige Ausbildung für junge Kambodschanerinnen und Kambodschaner! Diese grossartige Arbeit, die so vielen Jugendlichen bessere Zukunftsaussichten ermöglicht, muss unbedingt weitergehen! 

Deshalb haben wir diesen Monat ein ganz besonderes Anliegen: 

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Die Spenden an ihren Trägerverein Dragonfly in der Schweiz sind steuerlich abzugsberechtigt. Ebenfalls fliessen die Spenden zu 100% dem Ausbildungsprogramm in Kambodscha zu. Die administrativen Kosten werden durch die Mitgliederbeiträge des Vereins gedeckt.

Wir haben Kontakt mit Sara und Paul aufgenommen. Sie haben uns eindrücklich geschildert, wie sie die vergangenen 18 Monate überstanden haben. 

 

Liebe Sara, lieber Paul. Wer seid ihr und was macht ihr in Kambodscha?
Wir sind die Gründer von HAVEN in Siem Reap, Kambodscha. HAVEN ist ein Ausbildungsrestaurant, das sozial benachteiligte Jugendliche aufnimmt und kostenlos eine Berufsausbildung in der Gastronomie ermöglicht und sie damit auf ein unabhängiges Leben vorbereitet. 
Seit der Gründung im Jahr 2011 haben wir über 100 junge Erwachsene aufgenommen (wovon über 90 die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben), im Bereich Kochen und Service ausgebildet und damit eine solide Grundlage für ihre künftige berufliche Laufbahn und persönliche Unabhängigkeit gelegt. Mit zusätzlichen Life Skills Trainings, dem Zusammenwohnen in unserem Lernendenhaus und dem Zugang zu Beratungs- und Therapiegesprächen fördern wir zusätzlich die persönliche und emotionale Entwicklung dieser jungen Menschen.
Nie hätten wir uns träumen lassen, dass wir unser 10-jähriges Jubiläum so still und unbemerkt in einem fast menschenleeren Siem Reap verbringen würden. Wiederum macht uns diese Tatsache aber auch stolz, denn ES GIBT HAVEN NOCH! Was in diesen Zeiten keine Selbstverständlichkeit ist.

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Wie hat sich Siem Reap verändert seit Covid-19?
Covid-19 hat Kambodscha in zwei Phasen überrumpelt und das Leben wie wir es kannten, komplett verändert. 
Die erste Covid-Phase begann mit dem weltweiten Ausbruch des Coronavirus im März 2020. Damals machte die kambodschanische Regierung sofort alle Grenzen dicht und konnte so ein Explodieren der Covid Fallzahlen verhindern. Dies hatte aber zur Folge, dass der Tourismus in Siem Reap von einem Tag auf den anderen zum Erliegen kam.
In Siem Reap ist fast jeder direkt oder indirekt abhängig vom Tourismus. Mit dem Ausbleiben des Tourismus ist das Einkommen von den Menschen hier komplett weggefallen. Viele Restaurants, Hotels und Touren-Anbieter mussten schliessen, Tuk-Tuk Fahrer hatten keine Gäste mehr und Bauern, Marktleute und Lieferanten konnten ihre Waren nicht mehr verkaufen. Anfangs dachten wir alle, das sei nur vorübergehend, doch inzwischen sind die meisten Geschäfte aufgelöst worden. Siem Reap hatte sich in eine Geisterstadt verwandelt. 
Nach dem anfänglichen Schock ging aber das Leben wieder irgendwie weiter. Die Menschen wagten sich langsam wieder raus und Siem Reap wurde ein beliebtes Reiseziel für die Bewohner von Phnom Penh, die über’s Wochenende zu uns fuhren. Die Zahlen waren natürlich nicht zu vergleichen mit dem üblichen Tourismus - aber es hatte wenigstens wieder ein paar Menschen hier.
Die zweite Covid-Phase begann im Februar 2021, als der Coronavirus in Kambodscha einschlug und sich rasend schnell verbreitete. Eine fast lähmende Situation, da die medizinische Versorgung hier nicht gewährleistet ist. Die Regierung meisterte die Situation so gut wie möglich und verhängte Lockdowns, Ausgangssperren, Alkoholverbot und ein Inland-Reiseverbot.
Wenn wir damals dachten, dass das Leben hart sei, so mussten wir bald erfahren, dass es noch viel härter werden konnte.
Die Inlandtouristen fielen weg, wir mussten fast wöchentlich unsere Öffnungszeiten ändern oder wieder ganz schliessen und dann wieder aufmachen. Die Kommunikation war schlecht, Regelungen unklar, die Unsicherheit gross. 

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Was hat sich für euch im HAVEN verändert seit Covid-19?
Vor Covid freuten wir uns über ein täglich ausgebuchtes Restaurant. An den Abenden haben wir die Tische gar 2-3-mal besetzt. Wir waren super busy, die Abläufe waren bis zur Perfektion einstudiert, die Qualität konnten wir konstant hochhalten und das fröhliche Brummen von einem vollen Restaurant war unsere tägliche Geräuschkulisse.
Dann kam Covid. Die kambodschanische Regierung riegelte die Grenzen ab, die Menschen blieben zu Hause und die Unsicherheit war gross. Wir schlossen die ersten drei Monate (März-Mai 2020), um die Situation zu beobachten und unser Team zu schützen. Wir schickten alle Lernenden, nach einer 10-tägigen Quarantäne im Lernendenhaus, zurück zu ihren Organisationen oder Familien und hofften, dass sich die Situation bald wieder erholt. 
Da sich die Situation weltweit verschärfte, die Zahlen in Kambodscha aber aufgrund der Grenzschliessung tief blieben, entschieden wir uns nach drei Monaten, im Juni 2020, HAVEN wieder zu öffnen. Wir wollten vor allem auch unsere Lernenden zurückholen, um sie so gut wie möglich weiter auszubilden. Je länger sie in ihren Dörfern blieben, desto grösser war die Gefahr, dass sie versuchen würden, illegal über die Grenze nach Thailand zu gehen, um dort Geld zu verdienen. Das war nur eines von vielen Risiken, welche die Not hervorbrachte, vor denen wir unsere Lernenden schützen wollten, indem wir sie wieder im Lernendenhaus und im HAVEN unter unserer Obhut nahmen.
Die Wiedereröffnung war allerdings eine grosse Ernüchterung. Während in der Schweiz und anderen westlichen Ländern die Menschen darauf warteten, dass Restaurants wieder öffnen und sie wieder auswärts essen und Freunde treffen konnten, wartete hier in Siem Reap niemand. Es waren ja keine Touristen mehr da. Und die Einheimischen (Khmer und Expats) waren direkt oder indirekt vom Einkommen durch den Tourismus abhängig und hatten somit selbst kein Geld mehr, um ausgehen zu können.
Zum ersten Mal seit der Eröffnung im 2011 blieb HAVEN leer.

Wie hat es sich auf die Lernenden und ihre Ausbildung ausgewirkt?
Unser Lehrjahr startet normalerweise anfangs September und dauert 12 Monate. Anschliessend gehen die Lernenden für weitere 4 Monate in ein Praktikum. Da die meisten Hotels nach der Grenzschliessung im März 2020 schlossen, war es nicht mehr möglich, Praktikumsstellen für unsere Lernenden zu finden. Nach Absprache mit unseren Lernenden und ihren Organisationen beschlossen wir, keinen Lehrabschluss im 2020 zu machen und das laufende Lehrjahr bis Ende Mai 2021 zu verlängern. Dies in der Hoffnung, dass sich bis dann die Lage verbessert und wir sie nicht in die Arbeitslosigkeit entlassen müssen. 
Die Lage verbesserte sich allerdings nicht, sondern wurde noch schlechter (wie oben erwähnt in der zweiten Covid-Phase). Wieder setzten wir uns mit unseren Lernenden zusammen, um das weitere Vorgehen mit ihnen zu besprechen. Dabei stellten wir erfreut fest, wie stark viele von ihnen in dieser schweren Zeit gewachsen sind. Wie sie mit und von uns gelernt haben, das Beste aus der Situation zu machen und kreativ zu denken, um Lösungen zu finden. Die Hälfte der Truppe war bereit für den Abschluss und hatte bereits Ideen für ihre Zukunft (Studium an der Uni, biologischer Gemüseanbau zu Hause, etc.). 
Auch die andere Hälfte machte den Abschluss, aber sie waren noch nicht bereit, HAVEN zu verlassen. Diesen Lernenden boten wir an, dass sie als Praktikanten für 3 weitere Monate im HAVEN bleiben dürfen. In dieser Zeit schrieben wir mit ihnen CV’s und übten Vorstellungsgespräche, um sie auf die Jobsuche vorzubereiten. 
Aber die Lockdowns und andere Regierungsmassnahmen verschärften sich, noch mehr Betriebe schlossen (von den wenigen, die überhaupt noch offen waren) und die Moral der Bevölkerung sank. Es war kein Umfeld, in das wir diese jungen Leute entlassen wollten. Und so haben wir von den 13 Lernenden, die im Mai 2021 ihren Abschluss gemacht haben, die sieben, die ihre Zeit mit uns verlängert hatten, im HAVEN fest angestellt und werden sie hier beschäftigen, bis Kambodscha wieder Gäste empfangen kann und dafür Unterkünfte und Restaurants wieder eröffnen und professionelles Personal brauchen.

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Werdet ihr wieder Lernende aufnehmen und ausbilden?
HAVEN hat es sich zur Aufgabe gemacht, benachteiligten Jugendlichen durch eine qualitativ hochstehende Berufsausbildung eine Zukunft zu sichern. Darum sind wir hier und das ist das Herzstück unserer Arbeit. Darum würden wir HAVEN nie schliessen oder auch ‘nur als Restaurant’ betreiben. HAVEN ist ein Ausbildungsort und eine Zufluchtsstätte für benachteiligte junge Erwachsene, das gleichzeitig ein wunderschönes und leckeres Lokal ist für Gäste. Das eine gibt es für uns gar nicht ohne das andere. 
Genau deswegen haben wir beschlossen, jetzt wieder ein neues Lehrjahr zu starten. Geplant war September 2021, aber wegen erneutem Lockdown und mehreren Hürden, hat sich der Start auf Mitte Oktober verschoben. Aber wir haben’s geschafft! Es ist eine kleine Klasse dieses Jahr, mit nur acht Lernenden. Der Grund dafür ist unsere finanzielle Situation, aber auch die Tatsache, dass wir momentan für den praktischen Teil der Ausbildung nicht genug Gäste haben. 
Wir geben zu, wir waren ziemlich nervös über den neuen Start. Weil nichts so ist, wie es in den letzten 10 Jahren war. Wir mussten den gesamten Ausbildungsplan ändern, umschreiben, umplanen und teils neu erfinden. Aber wir sind auch stolz, dass wir das durchgezogen haben und unsere Herzen gingen auf, als die acht neuen Lernende ins Lernendenhaus eingezogen sind und am nächsten Tag, mit ihren neuen Uniformen, die Lehre antraten. 
Sie sind der Grund, dass wir hier sind und hier bleiben!

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Dieses Jahr ‘feiert’ ihr euer 10-jähriges Jubiläum. Wie habt ihr es, trotz Covid, bis hierhin geschafft?
Es war und ist immer noch eine grosse Herausforderung, dafür zu sorgen, dass ein Unternehmen und seine Mitarbeitenden diese Krise überleben. Diese Belastungen sind nicht zu unterschätzen. Wenn es also von aussen manchmal vielleicht leicht aussieht, so ist es doch alles andere als das.
Von der Regierung gab und gibt es keine Unterstützung. Weder für Betriebe noch für die Menschen, die ihre Jobs verloren haben. Im Gegenteil. Paul und ich fingen an Familien in unserem Umfeld mit unseren Ersparnissen zu helfen und dafür zu sorgen, dass Essen auf die Tische kam und für medizinische Versorgung gesorgt war.
Auch im HAVEN haben wir alles gegeben, um es über Wasser zu halten, weil wir immer noch 100% an unser Konzept glauben und auch davon überzeugt sind, dass der Tourismus irgendwann wieder zurückkommen wird. Und dann brauchen die Restaurants und Hotels in Siem Reap (und ganz Kambodscha) wieder professionelles Personal, das sich auf höchstem Niveau um die Gäste kümmern kann. Da kommen unsere Lehrabgänger dann zum Zug!
Wir mussten uns in den letzten 1.5 Jahren allerdings mehrmals ‘neu erfinden’, um weiter bestehen zu können. So haben wir neue Menüs kreiert, haben auch auf Takeaway und Delivery umstellt und wir sind eine Kooperation mit dem Café nebenan eingegangen (wir verkaufen ihren Kaffee bei uns und sie servieren unser Essen). Wir haben für eine Privatschule eine Kantine aufgebaut und diese seit Anfang 2021 geführt, was ein Zusatzeinkommen generiert hat. Paul hat an der lokalen Hotelfachschule als Dozent für Hygiene und Arbeitssicherheit angefangen, dessen Einkommen ebenfalls in die HAVEN Kasse floss.
Aber auch mit Überzeugung, Kreativität und viel, viel Arbeit schafft man es leider nicht durch diese Krise. Die Tatsache, dass es kaum Gäste gibt, solange die Grenzen geschlossen bleiben und unsere Einnahmen um 98% tiefer sind als vor Covid, verlangte externe Hilfe.
Hier kommt unser Dragonfly Verein in der Schweiz zum Einsatz. Als Covid-19 einschlug, hat das Team in der Schweiz sofort reagiert und ein Covid-Relief Plan erstellt und Sammelaktionen gestartet. Dank den grosszügigen Spenden von Freunden und ehemaligen Gästen und Menschen, die an unsere Arbeit glauben und unterstützen wollen, ist HAVEN heute überhaupt noch offen. Ohne diese Spenden während den letzten 1.5 Jahren, hätten wir die Ausbildung der Lernenden, die Unterkunft, Verpflegung und medizinische Versorgung der Lernenden, die Löhne, die Mieten und allgemeine Grundkosten nicht decken können. 
HAVEN wäre heute geschlossen ohne die Hilfe von so vielen lieben Menschen. Es gibt keine Worte, die ausdrücken können, wie dankbar wir für diese Unterstützung sind. Sowohl finanziell wie auch emotional! Denn nur schon zu wissen, dass da draussen Menschen sind, die an uns glauben und helfen wollen, gibt uns extrem viel Energie, immer weiterzumachen.

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Zum Schluss: Warum habt ihr nie eure Koffer gepackt und sind einfach wieder nach Hause?
Dieser Gedanke ging uns überhaupt nie durch den Kopf. 
Wenn wir jetzt darüber nachdenken, dann geben wir dir recht, es wäre sicher viel einfacher gewesen. Aber wir haben noch nie auf ‘einfach’ gesetzt. Wir haben in den letzten 10 Jahren unbeschreibliche Hürden überwinden müssen. Es gab auch vor Covid schon etliche Situationen, in denen wahrscheinlich viele andere den ‘Bettel hingeworfen’ hätten und wieder nach Hause gegangen wären. Aber wir haben weiter gemacht - lachend und weinend.
Denn mit HAVEN ging es nie um uns, sondern immer nur um die jungen Erwachsenen. Wir fragten uns nie, was wir wollen, sondern immer was SIE brauchen.
Unser Ziel war und ist immer, unseren Lernenden die Fähigkeiten, die Ausbildung, die Erfahrung und das Selbstvertrauen zu vermitteln, die sie brauchen, um auf eigenen Füssen zu stehen.

Und das werden wir so lange tun, wie wir können.

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29. September 2021 - Lebensmittelabgaben während erneutem Lockdown / Zukunftsperspektiven

In und um Siem Reap gibt es aktuell einen sehr strengen Lockdown und Gebiete werden als sogenannte "rote Zonen" abgeriegelt. Menschen, die in diesen Gebieten leben, dürfen das Haus nur bei medizinischen Notfällen verlassen. Es sind keine Lebensmittelläden geöffnet. Viele Familien haben keine Vorräte zu Hause und hatten auch finanziell nicht die Möglichkeit sich einzudecken.

Unser Team vor Ort hat betroffene Familien ausfindig gemacht und kann dank viel Erfindergeist und einer speziellen Bewilligung trotzdem Lebensmittel ausliefern.

Wir danken ganz herzlich allen Spenderinnen und Spendern, die diese Arbeit ermöglichen!

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Zukunftsperspektiven
Während in den einen Quartieren ein strenger Lockdown gilt, kann in anderen (zumindest vorläufig) etwas aufgeatmet werden. Wir freuen uns riesig, dass das Restaurant HAVEN vier Jugendlichen aus unserem Programm eine Ausbildungsmöglichkeit anbietet. HAVEN ist ein hervorragendes Ausbildungsrestaurant und wird von den beiden Schweizern Sara und Paul Wallimann seit 2011 geführt. In der einjährigen Ausbildung in der Küche oder im Service werden die jungen Menschen zu guten Fachkräften ausgebildet, die einfach Anschlussmöglichkeiten in der Gastronomiebranche finden.

Wir sind zuversichtlich, dass die vier jungen Frauen zum richtigen Zeitpunkt ihre Ausbildung starten und bereit sein werden, wenn der Tourismus wieder zurückkehrt. 

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... und weitere gute Nachrichten!
Letzten Monat haben wir vom tragischen Unfall von Narong und der geglückten Operation erzählt.
Inzwischen gibt es weitere gute Neuigkeiten: Narong erholt sich gut von seiner Kopfverletzung und seinem dreifachen Beinbruch. Sein Gedächtnis ist zurückgekehrt und mit seinen Krücken macht er laufend Fortschritte.

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31. August 2021 - Fortdauernde Lebensmittel-Nothilfe / Online-Unterricht / Medizinische Soforthilfe / Hohe Impfquote lässt hoffen

Die Lage in Kambodscha bleibt angespannt. Die vergangenen Wochen haben einmal mehr sehr deutlich gezeigt, wie unterschiedlich die Lebensumstände sein können.

In unserem heutigen Newsletter berichten wir über die dringend benötigten Lebensmittelpakete und was es für eine Familie in Armut bedeutet einen schwer verletzten Sohn zu haben. Unsere Studierenden bleiben auch im Online-Unterricht hoch motiviert und die hohe Impfquote in Kambodscha lässt hoffen, dass der aktuelle Lockdown nicht mehr so lange dauern wird, wie er schon anhält...

Gerade in sehr anspruchsvollen Zeiten wie diesen sind wir dankbar um die grosse Unterstützung all unserer Spenderinnen und Spender! Dank ihrer Treue sorgen wir für bessere Perspektiven für viele Menschen.Wir werden nie genug Worte finden, wie dankbar wir dafür sind.

Dringend benötigte Nothilfe: Lebensmittelabgaben
Viele Kambodschanerinnen und Kambodschaner haben seit März 2020 keine Arbeit mehr. Die Grenze bleibt geschlossen und Millionen von Touristen bleiben aus, die vorher für sichere Einkünfte gesorgt haben. Wir hören in den letzten Wochen vermehrt von Vorfällen, dass Menschen Stromkabel herunterreissen, um das darin enthaltene Kupfer zu verkaufen, um die Familie versorgen zu können.Wir führen unsere Nothilfe fort und 800 Familien erhalten regelmässig Lebensmittelpakete. Die Kinder erhalten ebenfalls Aufgaben, die sie zu Hause lösen und durch ihre Lehrkräfte überprüft werden.

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Online-Unterricht - wir sind dabei!

Seit März 2021 nehmen unsere Studierenden am Online-Unterricht der Universitäten teil. Sie erhalten von uns Telefonkarten, um sich von zu Hause einwählen zu können. Die Schülerinnen und Schüler zeigen sich sehr flexibel und motiviert. Viele von ihnen helfen neben ihrem Studium bei unseren Online-Klassen für die Oberstufenschüler mit, organisieren Studiengruppen und unterrichten einzelne Klassen sogar selbst. Wir sind sehr stolz auf unsere Jugendlichen, die bereits während ihres Studiums ihr Wissen an ihre Gemeinde weitergeben.

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Nothilfe auch in medizinischen Notfällen

Narong ist 23 Jahre alt und arbeitet auf der Entenfarm, von welcher wir die Eier für die Lebensmittelpakete beziehen. Er wurde im August von einem Auto angefahren und wurde mit einer Kopfverletzung und dreifachem Beinbruch ins Spital gebracht. Seine Familie verdient wenige hundert Dollar monatlich und war nicht in der Lage die nötigen Operationen zu bezahlen. Ohne einen sofortigen Eingriff wäre Narong seinen Verletzungen erlegen. Dies geschieht nur allzu oft in einem Land, in dem die medizinische Versorgung knapp ist und die finanziellen Möglichkeiten der Familien bei weitem übersteigt.
Dank erhaltener Spenden für medizinische Notfälle konnten wir umgehend reagieren. Narong konnte erfolgreich operiert werden. Er kann das Spital bald verlassen, wird aber in den kommenden Wochen und Monaten auf Physiotherapie angewiesen sein. Auch diese Kosten werden wir finanzieren und sind unseren Spenderinnen und Spendern dankbar, die eine solche Nothilfe ermöglichen.

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75% der Kambodschanerinnen und Kambodschaner sind geimpft

Ein kleines Licht am Ende des Tunnels ist sichtbar! In den letzten Monaten gab es in Kambodscha eine umfassende Impfoffensive und inzwischen sind 75% der Erwachsenen geimpft. All unsere Mitarbeitenden, Lehrkräfte und Studierenden über 18 Jahren konnten sich bereits impfen lassen.In einem Land, in dem rund 80% der Menschen in Armut leben und praktisch keinen Zugang zu einer Gesundheitsversorgung haben, ist die Impfstrategie ein grosser Erfolg und erstmals seit April zeichnet sich ein Rückgang bei den Neuansteckungen und Todesfällen ab. Dies lässt hoffen, dass die Schulöffnungen in den kommenden Monaten möglich werden.

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29. Juni 2021 - Versteigerung Apple Watch / Kinderwünsche aus Murten

Versteigerung Apple Watch
Claudia hatte Glück beim Schätzen und gewann den Frühlingswettbewerb in ihrer Autogarage. Den Hauptgewinn, eine Apple Watch (Series 6, 40mm, Space Gray Aluminum Case, Black Sport Band, originalverpackt) versteigert sie nun zu Gunsten von Eyes Open.

Gebote können bis am 20. Juli 2021 per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! eingereicht werden. Die Bieterin oder der Bieter mit dem höchsten Gebot erhält die Apple Watch (und eine Spendenbescheinigung nach Überweisung).

Das Startgebot beträgt CHF 330 (Preisempfehlung von Apple: CHF 419).

Die Gewinnerin, der Gewinner wird direkt benachrichtigt und der Versand der Apple Watch erfolgt nach Zahlungseingang.

Wir wünschen viel Erfolg und danken herzlich für die Teilnahme! Der Erlös wird vollumfänglich für die Lebensmittelpakete bedürftiger Familien eingesetzt.

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Kinderwünsche aus Murten in die Welt

Anlässlich der diesjährigen Solennität (traditionelles Schulfest) in Murten haben die Lehrkräfte mit ihren Schulkindern unzählige Flaggen mit guten Wünschen gestaltet. Einer dieser Wünsche möchten wir hier besonders ins Zentrum stellen: "Ich wünsche mir, dass alle Kinder der Welt wieder in die Schule gehen."

Die eindrücklichen Fahnen sind voraussichtlich bis 8. Juli 2021 in Murten beim Adrian von Bubenberg Brunnen vor dem Berntorschulhaus zu bestaunen.

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... und was wir tun, bis sich der Wunsch erfüllt hat

Während den anhaltenden Schulschliessungen haben wir mobile Bibliotheken eingerichtet. Die Nachfrage ist gross: Die Schülerinnen und Schüler versorgen sich mit Lesestoff, wenn sie die Lebensmittelpakete für ihre Familien abholen. Ausserdem erhalten sie von den Lehrkräften vorbereitete Übungsblätter, die sie zu Hause lösen.

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28. Mai 2021 - 9 Jahre Eyes Open!

Am 28. Mai 2012 haben wir Eyes Open gegründet und dies mit folgenden Worten - als allerersten Newsbeitrag überhaupt - auf unserer Website festgehalten:

«Am heutigen sonnigen Pfingstmontag haben wir Eyes Open gegründet. Ein tolles Gefühl, da doch schon viel Papierkrieg hinter uns liegt, und doch stehen wir erst am Beginn eines grossen Projekts.»

Unsere damaligen Visionen und Träume, was wir in Kambodscha erreichen möchten, wurden bei Weitem übertroffen. Unsere Arbeit ist zu einem umfassenden und nachhaltigen Ganzen herangewachsen. Wir unterstützen nicht nach dem Giesskannenprinzip, sondern finanzieren die fehlenden Puzzleteile. Tausende Kinder haben dank dieser Unterstützung ihre Schulbildung fortführen können.

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Wir sind für die grossartige und treue Unterstützung all unserer Spenderinnen und Spender sehr dankbar. Gemeinsam haben wir viel erreicht und wir werden noch mehr erreichen. Aktuell kümmern wir uns um über 760 Familien, damit diese die Pandemie mit ausreichend Nahrung überstehen können. Herzlichen Dank für das in uns gesetzte Vertrauen!

 

Save the Date!
Zuversichtlich blicken wir in die Zukunft und sagen somit:
«Save the Date! Am Samstag, 28. Mai 2022, feiern wir 10 Jahre Eyes Open und Du bist hoffentlich mit dabei!»

Wir schwelgen in Erinnerungen und teilen gerne mit Euch zwei Videos von unseren tollen Jubiläumsfesten im 2017 und 2019.

Zu unserem 7jährigen Jubiläum erzählten unsere Spenderinnen und Spender, weshalb sie unsere Arbeit in Kambodscha unterstützen. 

Bei perfektem Sommerwetter feierten wir 2017 unser 5 Jahres Jubiläum!

28. April 2021 - Lebensmittelpakete für 760 Familien / Unsere Fahrräder rollen weiter

Nach dem erneuten Lockdown in Kambodscha haben wir wieder mit der Abgabe der Lebensmittelpakete an 760 Familien begonnen. Durch die Schulschliessungen fällt nicht nur der Unterricht aus, sondern auch die wichtigen Schulmahlzeiten. 

Wir tun, was wir letztes Jahr getan haben und doch ist die Situation eine ganz andere. Während viele Länder weltweit bereits mehrere Covid-19 Wellen gemeistert haben, blieb Kambodscha bis vor wenigen Monaten mit wenigen hundert Ansteckungen und keinen Todesfällen weitgehend verschont. In den letzten Wochen sind die Ansteckungen auf über 11'000 gestiegen (aufgrund sehr wenigen Tests, ist eine massiv höhere Dunkelziffer anzunehmen). Im Vergleich zu westlichen Ländern mögen dies tiefe Zahlen sein. In einem Land, in dem 79% der Menschen in Armut leben und praktisch keinen Zugang zu einer Gesundheitsversorgung haben, ist dies besorgniserregend.

Mit unserer Partnerorganisation Ponheary Ly Foundation vor Ort sind wir in regelmässigem Kontakt und sind beeindruckt, wie unsere Mitarbeitenden stets neue Wege finden, die Herausforderungen zu meistern. Sei es mit dem speditiven Einholen der behördlichen Bewilligungen, um Strassensperren zu passieren oder der gesamten Logistik, Lebensmittel für hunderte Familien frisch auszuliefern. Die Hygienemassnahmen werden strikt eingehalten, damit alle Mitarbeitenden gesund bleiben und ihre wertvolle Arbeit weiterhin ausführen können.

Wir danken herzlich für Deine Unterstützung!
In einem kompostierbaren Säckli werden Nudeln, Fischkonserven, Eier, Soja- und Fischsaucen, Salz und Zucker sowie Seifen abgegeben. Ein Lebensmittelpaket für 1 Familie kostet CHF 7. 

... ja, das Ganze wird wohl noch etwas dauern... Weshalb nicht einen Dauerauftrag einrichten?
Monatlich Spenden ist einfach. In wenigen Minuten ist ein Dauerauftrag im E-Banking zu Gunsten IBAN CH46 0900 0000 5044 4422 9, lautend auf Stiftung Eyes Open, 3176 Neuenegg, eingerichtet. Und Du weisst genau, wie viele Familien dank Dir jeden Monat gut versorgt werden. Herzlichen Dank. 

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Aus alt mach neu... unsere Fahrräder rollen weiter
2'600 Jugendliche haben in den letzten 7 Jahren Fahrräder für den weiten Schulweg in die Oberstufe erhalten. Seither wurden damit unzählige Kilometer gefahren und einige Velos sind stark reparaturbedürftig. 

Wir entschieden uns, den Jugendlichen ihre kaputten Fahrräder zu ersetzen und die alten, reparaturbedürftigen Velos der Organisation REACH in Siem Reap zu spenden. Diese nutzen deren Ersatzteile, bereiten alte Fahrräder auf und verteilen diese an bedürftige Familien. Das nennen wir eine win-win Situation!

Erfahre mehr über unser Fahrrad Programm und warum dieses den Schulbesuch ermöglicht.

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24. März 2021 - Lockdown Nr. 3 in Kambodscha

Die Unbeschwertheit der letzten Wochen ist leider vorbei, da Covid-19 nun verbreitet in Kambodscha angekommen ist. Waren der Lockdown vor einem Jahr sowie derjenige im Dezember vor allem eine Vorsichtsmassnahme, um einen Ausbruch zu vermeiden, ist die Situation nun anders. Ansteckungen von Covid-19 haben sich zuerst in Phnom Penh und im Süden ausgebreitet und haben inzwischen Siem Reap erreicht.

Seit Montag sind die Schulen und öffentlichen Einrichtungen in Kambodscha geschlossen. Die Grenzen zwischen den Provinzen sind voraussichtlich die nächsten Wochen geschlossen, um eine weitere Ausbreitung möglichst zu verhindern.Wir gehen davon aus, dass die Schulen über einen längeren Zeitraum geschlossen bleiben und es sich hier um einen ernsthaften Lockdown handelt. 

Unser Fokus wird sich in den kommenden Wochen und Monaten wieder darauf konzentrieren, die Kinder und ihre Familien ausreichend zu ernähren und ihre Gesundheitsversorgung soweit möglich sicherzustellen. Wie im letzten Lockdown versuchen wir zudem den Kindern Möglichkeiten zum Lernen zu Hause anzubieten wie beispielsweise mit dem Ausleihen von Büchern.

Wir und unsere Partnerorganisation vor Ort sind auf diese Situation vorbereitet. Im Rahmen der Verteilung von über 12'000 Lebensmittelpaketen an über 700 Familien im letzten Jahr haben wir wertvolle Erfahrungen gesammelt und dafür gesorgt, dass die Kinder und ihre Familien gesund durch die Krise kamen. Und das werden wir auch jetzt tun.

Die grossartige Solidarität von all unseren Spenderinnen und Spendern hat uns im letzten Jahr sehr berührt. Bereits im ersten Lockdown standet ihr uns alle zur Seite und habt dafür gesorgt, dass jedes Kind regelmässige Lebensmittelpakete und Seife mit nach Hause nehmen konnte. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich.

In den kommenden Monaten werden wir erneut Tausende von Lebensmittelpaketen und Seife den betroffenen Familien abgeben. In jedem kompostierbaren Säckli befinden sich Nudeln, Fischkonserven, Eier, Soja- und Fischsaucen, Salz und Zucker sowie Seifen. Ein Lebensmittelpaket für 1 Familie kostet CHF 7. 

Herzlichen Dank, dass Du mit an Bord bist und hilfst, dass wir diese Krise gemeinsam meistern können. Wir halten Dich auf dem Laufenden.

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8. März 2021 - Zu Gast bei RadioFr.

In der Sendung "1 zu 1" erzählte Claudia über unsere Arbeit in Kambodscha. Ganz herzlichen Dank Anne Moser für das tolle Gespräch!

Das Interview kann hier angehört werden.

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24. Februar 2021 - Wieder mitten im Schulalltag

In den letzten Wochen konnten wir all unsere Programme in Kambodscha wieder aufnehmen. 

Die Kinder sind nach der monatelangen Abwesenheit begeistert und mit vollem Elan dabei! Das ausgiebige Händewaschen und Zähneputzen bereitet Freude, ebenso das gemütliche Mittagessen mit den besten Freunden. Beim Schach können endlich wieder spannende Partien ausgetragen werden und im Naturkundeunterricht wird eifrig erforscht, wie sich eine Wühlmaus zusammensetzt...

Die folgenden Bilder sind in den letzten Tagen in unserem Khnar Village Learning Center entstanden. Dieses wird von 250 Kindern neben dem regulären Unterricht an der öffentlichen Schule halbtags besucht.
Weshalb? Der kambodschanische Lehrplan sieht ausschliesslich Rechnen, Lesen und Schreiben vor. In Kambodscha gibt es wenige Arbeitsstellen, die meisten jedoch in den MINT-Bereichen (Mathematik, Ingenieurwesen, Naturwissenschaften, Technik). Im Learning Center werden diejenigen Fächer unterrichtet, die das Interesse der Kinder und Jugendlichen für MINT-Themen wecken und sie zusätzlich für ihre weitere Schulbildung motivieren.

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26. Januar 2021 - Schulbeginn in Kambodscha!

Endlich! Mitte Januar öffneten die Schulen in Kambodscha wieder und das neue Schuljahr startete mit mehr als zwei Monaten Verzögerung. 

So gab es die letzten Tage viele glückliche Kindergesichter, die ihre Velos entgegen nahmen, um nun in die 7. Klasse zu radeln. Natürlich wurde auch das Schulmaterial für die kommenden Monate verteilt. Die Auslieferung der Schuluniform verzögert sich noch etwas, da zuerst wieder bei allen Kindern Mass genommen werden muss, um die richtigen Grössen verteilen zu können. 

Gerne teilen wir mit Dir einige Bilder der letzten Tage. Vielen herzlichen Dank an unsere Spenderinnen und Spender, die all dies ermöglichen!

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